Sonntag, 10. September 2017

[Haarbande] Schlafen mit langen Haaren



Unser heutiges Thema ist "Schlafen mit langen Haaren". Für manche mag das nun paradox klingen, daher eine kurze Erklärung:
Prinzipiell finde ich nicht, dass man mit langen Haaren einen höheren Pflegeaufwand, mehr Kosten oder ähnliches hat - nur das Kämmen geht länger :D Aber seit meine Haare vor Jahren die Taille geknackt haben, finde ich es unangenehm, mit offenen Haaren zu schlafen. Daher erzähle ich heute ein bisschen über meine Nachtfrisuren und was man alles zum Schutz der Haare beachten kann!





Tipps für nächtliche Schonung


Die Nachteile treten sicher erst ab einer gewissen Haarlänge auf. Wann genau, hängt natürlich von jedem selbst ab. Bei mir hat es wie gesagt bei ca. Taille angefangen und da ich seit Jahren töne, sind meine Haare manchmal auch etwas anfällig und möchten daher in den Längen gut geschützt werden. Daher trage ich seitdem meine Haare nachts nicht mehr offen und befolge so manche Regeln. Diese sind die folgenden: 

  • Haare vor dem Schlafen gehen kämmen
Es gibt zwei Situationen, in denen ich IMMER kämme, der Rest nach Bedarf: Vor der Haarwäsche, damit sich nicht zu viel verknotet und abends vor dem Schlafen gehen. Je ordentlicher und knotenfreier das Haar am Abend ist, desto weniger Probleme hat man morgens nach dem Aufstehen - und spart sich sogar eventuell Zeit, sodass man länger schlafen kann ;)

  • Sämtlichen nicht schonenden Haarschmuck weglassen
Gerade nachts, wenn man auf der Frisur drauf liegt oder sich hin und her wälzt, sollte man erst recht auf Haarschmuck verzichten, der eventuell zu Haarbruch führen kann. Dies bedeutet: Verzichtet auf Haargummis mit Metallstücken, benutzt keine Metallklammern und Bobby Pins, verzichtet auf scharfe Grate und Zähne bei Klemmen usw. Gerade die Nachtfrisur ist bei vielen oftmals die gleiche und das würde eine hohe Belastung an immer wieder derselben Stelle für eure Haare bedeuten.

  • Auf nasse Haare im Bett verzichten
Natürlich bin ich auch schon mit feuchtem Haar ins Bett gegangen, weil es nicht anders ging. In der Regel vermeide ich das aber konsequent, denn gerade in der kühleren Jahreszeit ist ein nasser Schopf und damit nasses Kissen nicht sonderlich gesundheitsfördernd. Zudem ist nasses Haar aufgequollen und somit empfindlicher gegenüber Haarbruch.

  • Haare nachts immer "verstauen"
Wenn die Haare nachts offen getragen werden, können manche Nachteile entstehen. Das Haar liegt einfach überall, ihr legt euch drauf, der/die Partner/in liegt drauf und es ziept, die Haare kitzeln überall, im Sommer ist es zu warm, sie geraten durcheinander und verknoten sich usw. Die schlimmste Kombination bei mir ist, mit nassem offenem Haar ins Bett zu gehen - garantiert habe ich am nächsten Tag ein Vogelnest auf dem Kopf! Ob man hier nun duttet oder flechtet, hängt von den eigenen Vorlieben ab, zu denen ich weiter unten mehr verrate.

  • Passende Bettwäsche auswählen
Je nachdem wie empfindlich das eigene Haar ist, kann sich sogar ein Blick auf die Bettwäsche lohnen. Je nach Material kann tatsächlich nachts dem Haar Feuchtigkeit entzogen werden, zB. bei Fleece oder Biberbettwäsche. Oder das Haar wird einfach bei starkem hin und her wälzen durch eine raue Oberfläche geschädigt. Hier lohnt sich die Anschaffung von Seiden- oder Satinbettwäsche. Ersteres wird im LHN oft empfohlen, ich kaufe das aber nicht, da ich nur vegane Bettwäsche benutze. Wer nicht alles neu kaufen will, kann sich auch einfach nur neue Kissenbezüge oder ein Satintuch besorgen, welches über das Kissen gelegt wird.

  • Zopfschoner benutzen
Zopfschoner, was'n das?! So habe ich auch reagiert, als ich das erste mal davon gelesen habe. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich einfach um eine Art Schlafsack oder Kondom für die Haare :D Er besteht aus dem richtigen Material, sodass das Haar nicht aufgeraut werden kann und schützt die Haare vor dem Verknoten. Zudem sieht je nach Schlafverhalten der Zopf am nächsten Tag noch aus wie neu und kann einfach weiter getragen werden. Übrigens: Solltet ihr irgendeine Art von Sport betreiben, bei der ein Helm getragen wird (Ski/Reit/Bike Sport), so ist der auch hierfür perfekt, um den Zopf unter dem Helm zu schonen. Ich werde mir einen solchen nun für die kommende Skisaison zulegen, denn mein Zopf leidet schrecklich bei dem ganzen hin und her bewegen zwischen Skijacke und Fleecepulli. Ich werde meinen bei Kitty-Fairycat auf Dawanda bestellen, in der Vergangenheit habe ich dort schon schwarze Zopfschoner aus Viskose gesehen, die genau mein Fall sind.

  • Häubchen oder Mütze tragen
Für diejenigen, die sehr unruhig schlafen und trotz Satinbettwäsche oder Zopfschoner morgens wie eine Vogelscheuche aussehen oder die sehr empfindliches Haar haben, gibt es noch eine Steigerung: Nachthäubchen. Klingt schrecklich und viele der dafür vorgesehenen Modelle sehen auch sehr altmodisch und absolut unsexy aus. Nichts, was ich je tragen wollen würde. Wer damit kein Problem hat, findet viele Satinhäubchen im Internet oder näht sich selbst eins. Die "tragbaren" Varianten davon sind: Buff benutzen (Schlauchschal aus dem Outdoorbereich) oder eine Mütze im Beanie Style verwenden. Ersteres hält bei mir absolut nicht, wenn ich denn die Haarmasse überhaupt darunter bekomme. Müsste man wohl mit einem Stirnband für besseren Halt kombinieren oder man schläft einfach ruhiger und hat weniger Haare. Daher habe ich mir eine sogenannte Slap (Satin Lined Cap) gekauft, die auch tagsüber bei kühlem Wetter als Mütze getragen werden kann (und es passt jeder Dutt darunter!). Meine ist von Grace Eleyae, die außen aus schwarzer Baumwolle und innen aus grauem Satin besteht. Newsletter abonnieren lohnt sich, es gibt immer wieder 20% Rabattaktionen! War anfangs sehr ungewohnt, damit zu schlafen und im Sommer ist es mir zu warm dafür, aber prinzipiell bin ich zufrieden damit. Notwendig ist das eigentlich nicht, aber: Ich schlafe sehr unruhig und daher leiden meine Schläfenhaare oftmals darunter und brechen ab :( Die Slap kann das (sofern ich daran denke, sie zu benutzen), etwas abfangen, auch wenn ich sie gegen Morgen immer verliere.


Meine Nachtfrisuren

Nachdem ich euch nun erzählt habe, was man nachts alles so beachten kann, gehe ich noch kurz auf meine Methode ein.
Zuerst kämme ich abends meine Haare und frisiere sie dann. In der Regel mache ich einen hohen Dutt oder einen einfachen Flechtzopf. Letzteres auch nur, wenn ich alleine schlafe, da sonst gerne mal jemand auf meinem Zopf liegt und ich das nervig finde ;)

Wenn ich einen Dutt mache, setze ich ihn so hoch wie möglich an und benutze möglichst kurzen stabilen Haarschmuck. Ich bin Seiten- und Bauchschläfer und habe damit absolut kein Problem. Wer auf dem Rücken schläft, wird den Dutt ganz nach oben setzen müssen oder ist mit einem Zopf besser beraten. Auch ist es wichtig, eine stabile Duttvariante zu nehmen, die sich nicht so schnell wieder löst. Ich lande dann meist bei einem Wickel- oder Lazy Wrap Dutt mit einem 5'' Acrylstab. Diesen habe ich euch in der Haarbande-Ausgabe zum Thema Haarschmuck schon gezeigt.

Wie man sieht, ziehe ich im unteren Teil der Haare Farbe, ich war also nicht zu blöd zum Tönen, denn da soll bald eine andere Farbe hin ;) Durch die ungleiche Haarverteilung durch den herauswachsenden Sidecut sehen manche Frisuren schief aus, geht aber nicht anders.




Einen Flechtzopf mache ich nicht so häufig, aber wenn dann auf drei verschiedene Arten: Entweder einen normalen englischen Zopf (ohne Haargummibasis), einen Franzosen oder Holländer. Hier achte ich darauf, dass ich lediglich ein kleines Haargummi ohne Metall als Abschluss nehme und die Stelle an der Quaste immer variiere. Diese Frisuren eignen sich vor allem dann, wenn man am nächsten Tag leichte Flechtwellen haben möchte! Aufgrund Faulheit und Müdigkeit beim Schlafen gehen sieht es meist dann so aus, inklusive herausstehender Strähne, da herauswachsender Sidecut:





Manchmal trage ich eben meine Slap. Gerade im Winter ist es schön angenehm unter der Mütze und ich kann so meine empfindlichen Schläfenhaare schonen. Die brechen bei mir nämlich gerne mal ab, da ich mich nachts viel bewege. Da liege ich morgens garantiert nicht mehr auf dem Kissen, daher bringt mir auch eine spezielle Bettwäsche nichts. Meist mache ich einen ganz lockeren Engländer ohne Haargummi oder ich stopfe die Haare offen drunter. Damit das nicht zu einem großen Knoten führt, mache ich oft einen ganz lockeren Nautilus Bun, der sich dann löst, sobald die (die/das?) Slap übergezogen ist.



Ausblick

Die anderen Beiträge findet ihr wie immer direkt auf Haarbande. Das Thema im kommenden Monat wird "Haaröl" sein. Bin schon gespannt, was die anderen dieses mal so geschrieben haben! 


Was macht ihr nachts mit euren Haaren - offen oder frisiert? Und beachtet ihr sonst noch etwas?


Eure

Kommentare:

  1. Wohooo, du hast das Thema sehr umfassend behandelt und soo viele nützliche Tipps zusammengetragen. <3
    Ich schlafe auch nicht mehr mit offenen Haaren, zum einen weil meine Nachtfrisur mir mehr Schwung ins Haar bringt, zum anderen weil ich das Gefühl habe, dass sie offen schneller fetten - immer ein Problem besonders bei feinem Haar wie meinem. Ich trage meine Haare total gern offen und unkompliziert, nachts wird zusammengetüddelt. Immer. ,)

    Liebe Grüße!

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    1. Danke dir! =)
      Deine Nachtfrisur ist ja auch eine tolle Idee! Funktioniert bei mir nur nicht, da hängt sich alles aus. Schneller fetten passiert ja aus den unterschiedlichsten Gründen - umso besser, wenn du eine Lösung dafür gefunden hast :)

      Liebe Grüße
      Valandriel

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